Wo der Rasen nicht will

Was bei Schatten, Trockenheit und verdichteten Böden helfen kann

Dort, wo alte Bäume ihre Schatten werfen oder die Mittagssonne brennt, will oft kein Gras gedeihen. Viele Gartenbesitzerinnen und Gartenbesitzer kennen solche Problemzonen. Doch auch schwierige Standorte müssen nicht automatisch kahl bleiben oder dem Moos überlassen werden. Ob wenig Licht, extreme Trockenheit oder ein stark verdichteter Boden, mit der richtigen Strategie kann auch unter widrigen Umständen ein ansehnlicher Rasen wachsen. Der erste Schritt dabei ist, die Pflege auf die jeweiligen Bodenverhältnisse anzupassen.

Schattenlagen richtig einschätzen

Besonders Schattenlagen auf Nordseiten oder in Bereichen unter ausladenden Baumkronen bereiten oft Probleme. Lichtmangel ist hier das Hauptproblem. In der Folge werden die Gräser schwächer, dünnen aus und verlieren schließlich den Konkurrenzkampf gegen das anspruchslosere Moos. Die Lösung liegt dann nicht in einer erhöhten Düngergabe, betonen etwa die Greenbase-Fachhändler, sondern in der Wahl des richtigen Saatguts. Spezieller Schattenrasen ist darauf ausgelegt, mit deutlich weniger Licht auszukommen. Zusätzlich sollte die Schnitthöhe angepasst werden: Wer den Rasen auf über fünf Zentimeter stehen lässt, bietet den Gräsern mehr Blattfläche zur Lichtaufnahme. Zudem ist es wichtig, eher zurückhaltend zu düngen und im Herbst regelmäßig das Laub zu entfernen, um Lichtmangel, Staunässe und Schimmelbildung vorzubeugen.

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Trockenheit und Hitze bewältigen

Ganz andere Anforderungen stellen trockene und sonnige Standorte in Südlagen. Hier geraten die Gräser in den heißen Sommermonaten unter massiven Stress. Wassermangel und hohe Temperaturen führen bei flach wurzelnden Sorten schnell zu Trockenschäden und kahlen Stellen. Hier können Trockenrasenmischungen sinnvoll sein, deren Wurzeln tiefer reichen. Bei der Bewässerung gilt das Prinzip: lieber seltener, dafür aber durchdringend wässern. Das regt die Pflanzen dazu an, ihre Wurzeln in tiefere, feuchtere Erdschichten auszustrecken. Tipp: Eine Schnitthöhe von vier bis fünf Zentimetern dient als natürlicher Sonnenschutz.

Verdichtete Böden verbessern

Ein weiteres, häufiges Problem ist die Bodenverdichtung. Unabhängig von Licht und Wasser kommt in einem zu festen Boden nur schwer Sauerstoff an den Wurzelbereich, was Fäulnis und Wurzelkrankheiten begünstigen kann. Hier hilft es, den Boden mechanisch zu lockern. Wer zusätzlich etwas Sand einarbeitet, kann die Durchlüftung langfristig verbessern.