Eine alte Stadt mit eigener Identität

Die Geschichte des Ortes reicht weit ins frühe Mittelalter zurück. Wahrscheinlich wird Eldagsen bereits 866 als „Ealdeshusen“ in den Traditionen des Klosters Corvey erstmals urkundlich erwähnt. Im 13. Jahrhundert erhielt Eldagsen von den Grafen von Hallermund städtische Rechte; für 1302 ist eine Ratsverfassung belegt. Die weiße Hallermunder Rose prägt das historische Wappen.

Eldagsen liegt im Süden der Region Hannover, am Rand der Calenberger Lössbörde und nahe dem Kleinen Deister. Fachwerkhäuser und die St.-Alexandri-Kirche erinnern an die lange Geschichte als Ackerbürger- und Handwerkerstadt. Bekannt war der Ort besonders für Schuhmacher, Senf und Honigkuchen. Auch das Städtische Freischießen gehört seit dem 17. Jahrhundert zur örtlichen Tradition.

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Schwere Einschnitte brachte der Dreißigjährige Krieg. 1626 wurde Eldagsen geplündert und weitgehend niedergebrannt. Später geriet der Ort bei der Industrialisierung ins Hintertreffen. Eine direkte Eisenbahnanbindung blieb aus; der 1872 eröffnete Bahnhof Eldagsen liegt bis heute bei Völksen, während sich größere Betriebe stärker in Springe ansiedelten.

Mit der Gebietsreform am 1. März 1974 endete die politische Selbstständigkeit. Eldagsen wurde aller Gegenwehr zum Trotz mit Springe und weiteren Gemeinden zur neuen Stadt Springe zusammengeschlossen. Zugleich wurde der Landkreis Springe aufgelöst; das Stadtgebiet kam zum Landkreis Hannover, der 2001 in der Region Hannover aufging. Eldagsen verlor seine Stadtrechte, erhielt nach Protesten aber seine städtische Namensbezeichnung zurück und trägt weiterhin den Namen „Stadt Eldagsen“ – auch auf den Ortsschildern.

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Heute leben rund 3300 Menschen in Eldagsen. Vereine, Feste und die Pflege des historischen Ortsbildes halten die eigene Identität sichtbar. Grundlagen der Ortsgeschichte finden sich unter anderem beim Arbeitskreis Stadtgeschichte Eldagsen. Akten der ehemaligen Stadt werden im Stadtarchiv Springe sowie für die ältere Überlieferung im Niedersächsischen Landesarchiv verwahrt.