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Hebammen für den Kreißsaal bereit – wenn die Bedingungen stimmen

Heute 5. Mai

Viele Hebammen haben ihre Arbeit in den Kliniken eingeschränkt oder ganz aufgegeben, weil die Belastungen zu groß sind.

05.05.2022

2700 Hebammen haben ihre Arbeit in den Kliniken eingeschränkt oder ganz aufgegeben, weil die Belastung unter den vorherrschenden Rahmenbedingungen zu groß sind. Das berichtet der Deutsche Hebammenverband zum heutigen Tag der Hebamme. Zu den häufigsten Problemen zählen demnach Zeitmangel, Personalnot, fachfremde Tätigkeiten und vor allem der Umstand, Gebärende nicht mehr adäquat und leitliniengerecht im Eins-zu-Eins-Verhältnis betreuen und versorgen zu können. „Das heißt für uns: Sie haben nicht aus persönlichen Motiven, sondern aufgrund der seit Jahren sich kontinuierlich und systematisch verschlechternden Arbeitsbedingungen den Kliniken den Rücken zugekehrt“, sagt Verbandssprecherin Michaela Peeters.

Eine Umfrage des Verbands aus dem März 2022 habe aber auch eine positive Botschaft ergeben: Die Hebammen stehen bereit „und würden bei einer Verbesserung der klinischen Geburtshilfe durchaus wieder und sogar bevorzugt im Kreißsaal arbeiten wollen“, so Peeters. Für sie ist klar: „Hebammen lieben ihren Beruf. Sie haben ihn gewählt, um Frauen bei der Geburt zu begleiten und Geburtshilfe zugewandt und qualitätsvoll ausüben zu können. Die Realität erschwert ihnen dies jedoch seit Jahren.

Die Beteiligung der Mitglieder und das Ergebnis der Umfrage zeigten, „dass das Thema einen wunden Punkt trifft“. Den Satz „Wenn die Eins-zu-eins-Betreuung der Frau garantiert ist, ich nur Hebammentätigkeit ausführen muss und hebammengeleitete Geburtshilfe nicht nur leere Worte sind, dann arbeite ich (wieder/mehr) im Kreißsaal. Dann kann man auf mich zählen!“, hätten 77 Prozent der 3516 Umfrage-Teilnehmerinnen eindeutig bejaht. Insgesamt beteiligten sich 16 Prozent der rund 22 000 Verbandsmitglieder an der Befragung.

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