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Zeit für Sommerreifen

Auf den Rat des Fachmannes vertrauen

Der Reifenwechsel sollte nur vom Fachmann durchgeführt werden. Foto: Pixabay

16.04.2021

Der Winter ist fast überstanden und die Temperaturen steigen wieder. Genau die richtige Zeit also, die Sommerräder hervorzuholen und zu prüfen, ob die vorhandenen Reifen der anstehenden Saison standhalten oder ob neue angeschafft werden müssen.

„Bisher unentdeckte Risse oder die Folgen einer falschen Lagerung können die Reifen unbrauchbar machen. Auch sollte man darauf achten, dass die Reifen einer Achse nicht stark unterschiedlich abgefahren sind“, weiß zum Beispiel Frank Danger, Geschäftsführer von Danger Fahrzeugtechnik und Bereifung GmbH. Außerdem sei natürlich die verbliebene Profiltiefe ein wichtiger Indikator für die Tauglichkeit der Reifen. Hier sollte man auf den Rat des Fachmannes vertrauen, denn die gesetzlichen Vorschriften decken sich nicht mit seinen Empfehlungen und denen der Polizei.

„Die gesetzlich vorgegebene Profiltiefe liegt bei 1,6 Millimetern. Soweit sollte man es aber nicht kommen lassen“, rät er. „Sind die Reifen auf 2,5 Millimeter abgefahren, sollte man sie unbedingt austauschen.“

Wer Besitzer eines neueren Fahrzeugs ist und neue Reifen oder Räder braucht, muss beachten, dass er womöglich mit einem Reifendruckkontrollsystem (RDKS) unterwegs ist. Dies ist seit November 2014 Bestandteil der Betriebserlaubnis und muss daher funktionieren. Der Fahrer wird im Cockpit durch das Reifendruckkontrollsystem über einen Luftverlust im Reifen informiert und kann ihn, wenn nötig, an der nächsten Tankstelle schnell korrigieren.

Der Vorteil ist, dass bei korrektem Luftdruck der Kraftstoffverbrauch sinkt und auch der Reifenverschleiß geringer ist. Beim Reifen- und Räderwechsel muss dafür allerdings auch immer der passende Sensor verbaut und kalibriert werden. Dadurch steigen Zeit- und Kostenfaktor für die Montage und es sind bestimmte Werkzeuge und Kenntnisse erforderlich, sodass eine korrekte Montage nur vom Fachmann durchgeführt werden sollte.

So wird das Auto fit für die warme Jahreszeit

Gründliche Reinigung ist das A und O bei der Pflege

In Frühling und Sommer ist die Beanspruchung von Fahrzeugtechnik und Karosserie geringer als in Herbst und Winter. Grund genug, das Auto fit zu machen für die warme Jahreszeit. Hier sind einige wichtige Aufbereitungstipps:

• Streusalz und Splitt haben den Fahrzeuglack stark beansprucht. Eine gründliche Reinigung in der Waschanlage ist deshalb unverzichtbar. „Das Fahrzeug wird hier zunächst durch eine Vorwäsche mit dem Hochdruckreiniger von grobem Schmutz befreit. Denn Schmutzpartikel wirken wie Schmirgelpapier und können den Lack beschädigen“, rät Experte Tobias Fahrbach. In der Waschanlage sollte ein Programm mit Unterbodenwäsche gewählt werden, damit auch hier das Streusalz entfernt wird.

• Der Motorraum bekommt ebenfalls über den Winter einiges an Verschmutzungen ab. Eine Motorwäsche sollte der Fachmann durchführen, um die empfindliche Elektronik nicht zu gefährden. Bei der Gelegenheit können Motoröl, Kühlwasser und Scheibenwischwasser kontrolliert und nachgefüllt werden.

• Danach wird der Lack auf Kratzer und Beschädigungen überprüft, die durch scharfkantigen Splitt entstehen können. Kleinere Schäden können mit einem Lackstift nachbearbeitet werden, dies beugt der Bildung von Rost vor. „Größere Dellen sollten von Karosserie-Profis mittels Smart-Repair ausgebessert werden. Um den Lack nachhaltig vor Witterungseinflüssen zu schützen, hilft eine Versiegelung“, erklärt Fahrbach.

• Für die Reinigung des Cockpits und der Verkleidungen eignet sich die Verwendung eines Mikrofasertuchs in Kombination mit Cockpitspray besonders gut. Auf scharfe Reinigungsmittel sollte verzichtet werden, um Kunststoffteile nicht zu beschädigen.

• Luftfilter sind ein wichtiger Bestandteil des Antriebssystems, eine Verstopfung mindert die Leistung des Autos und es kommt zu einer unzureichenden Verbrennung im Motorraum. Die Folge ist ein erhöhter Kraftstoffverbrauch. Deshalb sollte man Luftfilter „durchpusten“ und reinigen lassen. Ihre Funktion sollte zudem geprüft werden. Pollenfilter halten Staub, Ruß, Blätter, Pilzsporen, Insekten und Pollen aus dem Innenraum fern. Hier ist eine jährliche Kontrolle beziehungsweise alle 15 000 Kilometer ratsam.

• Wer seine Reifen noch nicht gewechselt hat, kann dabei die Bremsen, Stoßdämpfer und Federn auf Verschleißerscheinungen kontrollieren und verschmutzte Felgen vor der Einlagerung mit Felgenreiniger säubern.  djd

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