Der Ort blickt auf eine lange Geschichte mit eigenen Stadtrechten zurück, hat sich aber zugleich als lebendiges Zentrum mit eigenen Traditionen, Festen und Wohnquartieren entwickelt. Fünf Fakten zeigen, was Eldagsen besonders macht.

1. Erste Erwähnung 775, Stadtrechte bis 1974
Eldagsen gehört zu den ältesten Orten in der Region. Bereits im Jahr 775 wurde es urkundlich erwähnt. Im Mittelalter entwickelte sich der Flecken zur Stadt und erhielt im 13. Jahrhundert Stadtrechte. Über Jahrhunderte prägten Handel, Handwerk und Märkte den Ort. Mit der niedersächsischen Gebietsreform 1974 verlor Eldagsen die Selbstständigkeit und wurde Teil der Stadt Springe. Das historische Bewusstsein ist dennoch lebendig: Bis heute sehen sich viele Eldagser als Bürger einer eigenen Stadt – und auch der offizielle Ortsteilname lautet „Stadt Eldagsen“.

2. Honigkuchen-Senf-Fest
Seit vielen Jahren feiert Eldagsen immer im Frühjahr das Honigkuchen-Senf-Fest. Es erinnert an die frühere wirtschaftliche Bedeutung der ortsansässigen Handwerke – insbesondere der Senf- und Honigkuchenproduktion, die Eldagsen im Umland bekannt machte. Mit Ständen, Musik und regionalen Angeboten lockt das Fest regelmäßig Tausende Besucherinnen und Besucher auf die Festmeile Lange Straße und gilt inzwischen als eines der Aushängeschilder im heimischen Veranstaltungskalender.

3. Das Eldagser Freischießen
Ein Höhepunkt im Festjahr ist das traditionsreiche Eldagser Freischießen. Die Wurzeln dieses Volksfestes reichen bis in den Dreißigjährigen Krieg zurück. Ursprünglich war es ein Pflichtschießen, heute ist es ein farbenfrohes Schützenfest mit großen Umzügen, Musik, Tradition und Schießwettbewerben. Das Freischießen hat sich über die Jahrhunderte zum Symbol für Gemeinschaftsgefühl und Traditionsbewusstsein entwickelt und ist fest im kulturellen Leben Eldagsens verankert. Auch aus der Umgebung lockt das viertägige Spektakel viele Besucherinnen und Besucher an.
4. Fachwerk-Zentrum mit Kirche
Das historische Zentrum von Eldagsen ist geprägt von zahlreichen giebelständigen Fachwerkhäusern, die dem Ort ein charakteristisches Bild verleihen. Es wurde in den vergangenen Jahren durch das Programm „Stadtsanierung“ aufwendig instandgesetzt und verschönert. Besonders markant ist unter anderem das Untere Pfarrhaus, das als eines der ältesten Gebäude gilt. Mittelpunkt des Ortes ist die evangelische Kirche St. Alexandri, die ihre Ursprünge im 12. Jahrhundert hat und über eine lange Bau- und Restaurierungsgeschichte verfügt. Gemeinsam bilden die Kirche und die umliegende Bebauung eine stimmungsvolle Kulisse, die das historische Erbe Eldagsens sichtbar macht.
5. Neue Wohngebiete
Neben seiner Geschichte entwickelt sich Eldagsen stetig weiter. Das Baugebiet an der Klosterstraße ist bereits voll erschlossen. Damit reagiert man hier auf die große Nachfrage: Eldagsen gilt mit seiner Infrastruktur als attraktiver Wohnort im Calenberger Land, nicht zuletzt wegen der guten Anbindung Richtung Hannover und der Nähe zum Deister. Die neuen Baugebiete sollen dazu beitragen, junge Familien und Neubürger dauerhaft an den Ort zu binden.






